Anmachwasserbedarf

Beschreibung

Anmachwasserbedarf

Der Anmachwasserbedarf eines Kaolins, Tons oder einer keramischen Masse ist der Wassergehalt, bei dem sich der plastische oder bildsame Zustand einstellt. In dem Zustand der Plastizität oder Bildsamkeit ist der Rohstoff bzw. die Arbeitsmasse plastisch verformbar, z.B. durch Freidrehen, Maschinendrehen, Strangformgebung bzw. Extrusion. Man kann den Anmachwasserbedarf durch den sog. Pfefferkorn-Versuch ermitteln. Mitunter ist es üblich, den Wassergehalt bei einem festgelegten Pfefferkorn-Deformationsverhältnis als Anmachwasser-bedarf zu definieren. Beispielsweise eignet sich eine Porzellanmasse mit einem Pfefferkorn-Deformationsverhältnis von 2,5 gut zum Überdrehen auf Rollermaschinen, der zugehörige Wassergehalt ist demnach der für diese Technologie notwendige Anmachwasserbedarf.

Der Anmachwassergehalt hängt stark von den Rohstoffeigenschaften ab, insbesondere vom Anteil und der Art der Tonmineralien. Er liegt zwischen 15 % und 35 %, bezogen auf das Nassgewicht.