Einschlüsse

Beschreibung

Einschlüsse

In der keramischen Industrie versteht man unter Einschlüssen stofflich abweichende Substanzen (Fremdstoffe) innerhalb eines Rohstoffes, die während des Entstehungsprozesses umhüllt und eingeschlossen wurden oder auskristallisiert sind. Man unterscheidet Gas-, Flüssigkeits- und Kristalleinschlüsse. In keramischen Rohstoffen werden z.B. häufig Pyrit-, Gips-oder Karbonat-Einschlüsse gefunden. Einschlüsse können für Ausschmelzungen oder Abplatzer  aber auch für Verfärbungen auf der Oberfläche des keramischen Produktes verantwortlich sein. Nachweisbar sind diese Einschlüsse durch gründliche manuell sortierende Untersuchungen unaufbereiteter Rohstoffe und anschließende XRF oder XRD-Analysen. Hinweise auf Einschlüsse können auch rasterelektronische Untersuchungen und XRF- oder XRD-Analysen am gebrannten Scherben geben. Durch einen gezielten Abbau der Rohstoffe oder den Aufbau von Halden kann vermieden werden das Einschlüsse in die keramische Masse gelangen.


In der Ziegelindustrie zählt vor allem grobstückiger Kalk (CaCO3) als unerwünschter Einschluss, da  das in der Regel während des Ziegelbrandes nicht einsilikatisierte CaO im Verlaufe der Zeit und durch Feuchtigkeitsaufnahme wieder karbonisiert und auf Grund der damit verbundenen Volumenzunahme zu Abplatzungen führt. Dieser wird durch den Dampftest erkannt.