Frostbeständigkeit

Beschreibung

Frostbeständigkeit

Unter Frostbeständigkeit auch Frost-Tau-Wechselbeständigkeit oder Frostwiderstandsfähigkeit wird ein schadensfreies Ertragen von Temperaturwechseln um den Gefrierpunkt im Kontakt mit Wasser verstanden. Der Schädigungsmechanismus basiert auf der Volumenzunahme des Wassers beim Gefrieren. Weitere relevante Prozesse sind die Gefrierpunkterniedrigung in Mikroporen und daraus resultierend Wassertransportprozesse im Porensystem während des Gefrierprozesses. Die Ermittlung erfolgt in Kühlaggregaten, in denen definiert eine Befrostung erfolgt. Für einzelne Baustoffgruppen sind unterschiedliche Befrostungsregimes und –zyklen vorgeschrieben und die Schäden definiert, die das Produkt nicht frostbeständig machen. Falls derartige Fehler nicht auftreten, wird das Produkt als Frostbeständig klassifiziert. Die Frostbeständigkeit von Dachziegeln wird in der DIN EN 539-2 geregelt. Dabei werden für verschiedene Länder unterschiedliche Verfahren (A-D) angewendet. Aktuell wird das europaweit einheitliche Verfahren E empfohlen. Die Beständigkeit von Pflasterklinkern ist in der DIN EN 1344, Anhang C geregelt. Die Frostbeständigkeit von Mauerziegeln wird nach der DIN CEN/TS 772-22 bestimmt. Weitere Messverfahren für Aussagen über die Frostbeständigkeit sind Porengrößenverteilung und Tieftemperaturdilatometrie.