Dilatometrie

Beschreibung

Dilatometrie

Die Dilatometrie ist ein physikalisches Messverfahren, bei dem die thermische Expansion oder Kontraktion von Festkörpern ermittelt wird. In der Keramik finden üblicherweise Stangendilatometer Anwendung, die über einen verfahrbaren Fühlstempel mit Wegaufnehmersystem die Längenänderung des Prüfkörpers erfassen. Die Längenänderung wird als relative Längenänderung zur Ausgangslänge  in Prozent angegeben. Gemessen werden kann die Längenänderung von ungebrannten oder auch gebrannten Proben. Die Dilatometeraufnahmen an ungebrannten Proben ergeben eine Dehnungs-Schwindungskurve, aus welcher u.a die Höhe des Quarzsprunges, der Sinterbeginn und –verlauf, die Breite des Sinterintervalls und die Brennschwindung abgelesen werden können. An gebrannten Prüfkörpern können u.a. der Wärmeausdehnungskoeffizient, die Transformationstemperatur von Gläsern/ Glasuren oder auch Umkristallisationsvorgänge abgelesen werden. Außerdem erlaubt die Dilatometermessung Aussagen zur Ausprägung von Texturen durch Messen in verschiedenen Ausrichtungen der Probe.

Neben Stangendilatometern kennt man optische Dilatometer, bei denen die Längenänderung über ein optisches System erfasst wird.