Differenzthermoanalyse

Beschreibung

Differenzthermoanalyse

Die Differenzthermoanalyse (DTA; engl.: differential thermal analysis) ist ein physikalisches Analysenverfahren, bei dem die exothermen und endothermen Reaktionen in einer Probensubstanz in Abhängigkeit von der Probentemperatur analysiert werden. Dazu werden ein Tiegel mit Inertmaterial und ein Probentiegel über Thermoelemente verbunden. Die im Probentiegel wärmeverbrauchenden oder wärmeerzeugenden Reaktionen führen zu einer Differenz(thermo-)spannung, die gemessen und grafisch durch entsprechende Peaks in einem x-y-Diagramm dargestellt wird. Die Grafik erlaubt die Aussage, in welchem Temperaturbereich eine exotherme oder endotherme Reaktion stattfindet, das Peakmaximum zeigt die Zuordnung der höchsten Intensität dieser Reaktion für die betreffende Temperatur an. Einfluss auf das Analysenergebnis haben die Aufheizrate, die Wärmeleitfähigkeit des Probenmaterials, die Konzentration der jeweils reagierenden Substanzen und einige gerätephysikalische Größen.

Die Einwaage der Probe liegt in der Größenordnung bis ca. 500mg. Die DTA erlaubt keine Quantifizierung mineralogischer oder chemischer Bestandteile der Probe.