Feuchte

Beschreibung

Feuchte

Als anhaftende Feuchte bezeichnet man die Gewichtsdifferenz zwischen der Masse der Originalsubstanz eines  Feststoffes und der Masse eines Feststoffes nach der Exposition bei einer Temperatur von üblicherweise 105°C bis 135 °C (Trocknen der Probe in Abhängigkeit vom Kundenwunsch oder der anzuwendenden Norm). Die DIN 51078 "Bestimmung der anhaftenden Feuchte" verlangt 110°C.

Der Massenverlust beim Trocknen beruht auf der Verdampfung von Wasser und soweit vorhanden anderer bei der Trockentemperatur flüchtiger Substanzen.

Die Feuchtigkeit einer Masse hat einen wesentlichen Einfluss auf die Formgebung. Jedes Formgebungsverfahren hat einen festen Bereich von Feuchtigkeitsgehalten in denen es angewandt werden kann, dieser Bereich engt sich für vorgegebene Massen auf +/- 1 Masse%  oder weniger ein.
Die Feuchtebestimmung erfolgt  klassisch mittels Analysenwaage und Trockenschrank, oder mittels sog. Feuchteschnellbestimmer (eine Kombination aus Waage und Infrarotheizung).

Proben zur Bestimmung der Feuchte oder des Glühverlustes werden im Keramikinstitut im Regelfall bei 110°C getrocknet.