Röntgenbeugung (XRD)

Beschreibung

Röntgenbeugung

Röntgenbeugung, (englisch: "X-Ray Diffraction" - XRD, deutsch: "RöntgenBeugungsAnalyse" - RBA) ist die Beugung von Röntgenstrahlung an z.B. Kristallen. Röntgenbeugung wird im Keramikinstitut eingesetzt, um mit Hilfe der sogenannte Röntgendiffraktometrie die qualitative und quantitative Phasenzusammensetzung von Proben zu bestimmen (Mineralphasenanalyse). In der Abgrenzung zur ebenfalls durchgeführten RFA (XRF) sind die Phasen Quarz, Cristobalit und Tridymit ein einfaches Bespiel: Sie sind chemisch identisch aber die Anordnung der Si-Atome im Kristallgitter ist verschieden und deshalb sind auch ihre makroskopischen Eigenschaften unterschiedlich. Weitere analysierte Phasen sind z.B. Kaolinit, Muskovit, Albit aber auch Alkali- und Erdalkalisalze.


Das Keramikinstitut betreibt ein Röntgendiffraktometer mit einer Co-Röhre, benutzt für die qualitative Analyse die ICCD-Datenbank und für die quantitative Analyse einen großen Fundus von Kalibrationsproben oder falls dies anhand von Ausschlusskriterien möglich ist, die chemische Analyse. (z.B. wenn qualitativ nur ein Carbonat nachgewiesen ist, kann der TIC-Gehalt benutzt werden, um den Masseanteil des gefundenen Carbonates zu ermitteln.)