Glasurrisse

Beschreibung

Glasurrisse

Glasur wird dazu verwendet, die Oberfläche von Keramik zu veredeln. Dabei geht es neben ästhetischen Aspekten vor allem darum, die Keramik wasserdicht zu machen. Denn auf Grund der porösen Konsistenz ist der keramische Scherben in der Lage mehr oder weniger Feuchtigkeit aufzunehmen oder er ist sogar wasserdurchlässig.

Temperaturveränderungen führen zu Spannungen

Glasurrisse entstehen dann, wenn die Glasur auf Grund ihrer Zusammensetzung andere Ausdehnungswerte besitzt, als die Keramik. Denn die Keramik und auch die Glasur dehnen sich bei steigenden Temperaturen aus und ziehen sich umgekehrt zusammen, wenn sie abkühlen. Dehnt sich nun die Keramik bei Wärme stärker aus, als die Glasur, führt dies zu enormen Spannungen, denen die Glasur längerfristig nicht standhalten kann. Bei andauernder Beanspruchung oder besonders starken Temperaturveränderungen führt dies zu feinen Haarrissen in der Glasur, die als Glasurrisse bezeichnet werden. Auch Feuchtigkeit in der Umgebungsluft kann zu Glasurrissen führen. Denn auch Feuchtigkeit bewirkt, dass sich die Keramik ausdehnt und dadurch Risse in der Glasur verursacht.

Damit Glasurrisse möglichst zuverlässig verhindert werden können, kommt es auf eine gute Abstimmung der Wärmeausdehnungswerte von Keramik und Glasur an.