Aktuelles

Weiteren Sprühturm in Betrieb genommen

Das Keramikinstitut GmbH hat seine Kapazitäten zur Sprühgranulation mit der Inbetriebnahme eines weiteren Sprühturmes ausgebaut. Pro Jahr können jetzt bis zu 500 t Sprühgranulat im Einschichtbetrieb hergestellt werden.

Der neue Turm hat eine Wasserverdampfungsleistung von ca. 120kg/h (vorhandener Turm: ca. 60kg/h). Die Arbeitsweise beruht, wie beim vorhandenen Turm auf dem Gegenstromprinzip: Der Schlicker wird dabei von unten gegen die von oben in den Turm eintretende Trocknungsluft gesprüht.

In beiden Türmen werden Druckdüsen verwendet, bei denen die Sprühkegel durch Variation von Drallkörper und Düsenplättchen auf den jeweilig zu versprühenden Schlicker angepasst werden.

Für Anfragen zur Sprühgranulation  steht Ihnen Herr Tom Scholz zur Verfügung

(September 2018)


Kolbenpresse KP200A (ECT) in Betrieb genommen

Seit Mai 2017 betreibt das Keramikinstitut die Kolbenpresse KP200A aus dem Hause ECT Kema. Die Kolbenpresse ergänzt die Ausstattung des Keramikinstituts auf dem Gebiet der Extrusionsmaschinen: Neben den vorhanden Schneckenpressen steht jetzt auch eine Kolbenpresse für die Fertigung von Probekörpern zur Verfügung.

Der Durchmesser des evakuierbaren Materialfüllbehälters der Kolbenpresse beträgt 200 mm und die Austrittsfläche für das Mundstück am Presskopf ca. 155 mm. Die Extrusion kann sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Position erfolgen. Der Pressdruck der hydraulischen Einheit ist für bis zu 280 bar ausgelegt. Die Mundstücksgeometrien sind frei wählbar und können u.a. bei unserem Partner ZMB Braun bestellt werden.

In der folgenden Tabelle sind  die Unterschiede zwischen Kolben- und Schneckenextruder sowie die möglichen Einsatzbereiche dargestellt:

Kolbenpresse KP200A

Vorteile

Nachteile

  • Sehr hohe Pressdrücke
  • Relativ niedrige Aufgabemengen nötig
  • Produktionsnahe Formgebung
  • Geeignet für Wabenkörper
  • Relativ einfache Reinigung
  • Für geringere Stückzahlen geeignet
  • Diskontinuierliche Fertigung
  • Evakuierung der Masse anspruchsvoll

z.B. Schneckenpresse PZVQRG-8A

Vorteile

Nachteile

  • Hohe Pressdrücke
  • Produktionsnahe Formgebung
  • Geeignet für Wabenkörper
  • Kontinuierliche Formgebung möglich
  • Typischer Produktionsmaschinentyp für die Massenfertigung
  • Gute Evakuierung der Masse möglich
  • Relativ hohe Massemengen erforderlich
  • Aufwendige Reinigung

Kolbenpressen eignen sich damit zur Herstellung von Testkörpern oder auch für schwierig zu extrudierende Massen, wie z.B. Wabenkörper mit hohen cpsi Zahlen. Weiterhin sind die Probleme der Texturbildung bei diesem Typ der Presse aufgrund des unterschiedlichen Verdichtungsprinzips gering (Schnecke vs. Kolben). Die Evakuierung der Masse ist allerdings anspruchsvoller als bei einer Schneckenpresse.

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen und beraten Sie gern welche unserer Extrusionsmaschinen zur Lösung Ihres Problems am besten geeignet ist.

(August 2017)


Neuer Kohlenstoffanalysator

Im vorigen Jahr wurde der neue Kohlenstoffanalysator in Betrieb genommen. Kohlenstoffanalysen können damit auch, wie gewohnt, für das nächste Jahrzehnt zuverlässig und zeitnah ausgeführt werden, da für dieses Gerät wieder ein zuverlässiger Service angeboten wird. Im Unterschied zum vorherigen Gerät der Fa. Eltra können wir jetzt größere Probenmengen ja sogar Festkörper mit Abmessungen bis 15x15x40 mm analysieren. Außerdem erlaubt die Software die zeitliche Trennung des CO2-Infrarotsignals. Dies bedeutet, dass Bestandteile die zu unterschiedlichen Zeiten die Probe als CO2 verlassen (z.B. Calzit, Siderit), getrennt bestimmt werden können (fraktionierte Analyse).

(Mai 2017)


Neues Digitalmikroskop

Ab sofort steht im Keramik-Institut ein  Lichtmikroskop vom Typ VHX 5000 der Fa. Keyence  zur Verfügung. Dieses Digitalmikroskop der neusten Generation erlaubt sehr tiefenscharfe 2D Aufnahmen. Durch die softwaregesteuerte Bewegung des Fokus entlang der Z-Achse werden ebenso präzise 3D Bilder von Objekten erzeugt. Dabei ist sogar eine Neigung des zu betrachtenden Objekts oder der Z-Achse möglich.

Das Betrachtungsverfahren verbessert die lichtmikroskopische Beurteilung von keramischen Oberflächen, Bruchflächen an Fehlern, Sägeflächen mit Einschlüssen aber auch die Vorbereitung von Untersuchungen am REM.

Dazu finden Sie eine Veröffentlichung von Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Krahl mit dem Titel „Einsatz eines Digitalmikroskopes zur Qualitätsprüfung in der Baukeramik“ in der ZI International (2017)5; Seite 28-33.

(Januar 2017)


Modernisierung Differentialthermoanalyse (DTA/ TG)

Seit Mai 2016 wird im Keramik-Institut die neue STA 449 F5 Jupiter von NETZSCH eingesetzt. Sie ermöglicht die gleichzeitige Detektion von Phasenübergängen und Massenänderungen (DTA/ TG). Mit ihr können Messungen von RT bis 1.600°C mit Heizraten zwischen 0,001 und 50 K/ min und einer digitalen Auflösung bis 0,1 µg durchgeführt werden. Ausgestattet ist sie mit einer hochsensiblen Mikrowaage, die Messungen mit geringer Drift bei hohen Probeneinwaagen ermöglicht. Mit drei Massendurchflussreglern können Schutz- und Spülgase dosiert werden.

(August 2016)


Ausstellungsvitrine bereichert Keramik-Institut

Seit Mai 2015 befindet sich im Keramik-Institut eine Vitrine zur Ausstellung hauseigener Entwicklungen. In diesem Schaukasten können Besucher vom wasserdurchlässigen Pflasterziegel über Al2O3-Tiegel in verschiedenen Ausführungen bis hin zu Zinkoxid-Granulat alle Arbeiten des Keramik-Instituts betrachten.

(Mai 2015)