Glasurrissbeständigkeit

Beschreibung

Glasurrissbeständigkeit

Um die Glasurrissbeständigkeit eines glasierten Produktes zu charakterisieren, existieren mehrere Prüfverfahren.

So bestimmt man zum Beispiel die Temperaturwechselbeständigkeit von Geschirrkeramik oder Fliesen und Platten durch schnelles Erwärmen und Abkühlen der Gegenstände bis zum Auftreten von Rissen. Diese Methode ist als HARKORT- Abschreckmethode bekannt und wird nach der ehemaligen TGL 18877 bzw. nach der DIN EN ISO 10545-9 geprüft.

Die Glasurrissbeständigkeit bei porösen glasierten Produkten wie Dachziegeln oder Fliesen und Platten erfolgt durch die Anwendung eines Autoklaven. Die glasierten Produkte werden  dabei innerhalb einer definierten Zeitspanne einer Dampfbeaufschlagung ausgesetzt, die letztendlich die Quellung / Feuchtedehnung des  Scherbens simuliert. In der DIN EN ISO 10545-11 ist diese Prüfmethode zur Bestimmung der Glasurrissbeständigkeit standardisiert.

Eine etwaige Rissbildung wird durch Aufbringen eines geeigneten Farbstoffes (z.B.    1 %-ige Methylenblau – Lösung) oder spezieller Risssprays visuell sichtbar gemacht.