Pfefferkorn

Beschreibung

Pfefferkorn

Das Pfefferkorn-Verfahren ist eine Methode zur Bestimmung der Konsistenz bzw. Verformbarkeit einer plastischen Masse . Das Verfahren ist nicht genormt, aber es wird in zahlreichen Ländern und Keramikbranchen unter einheitlichen Prüfbedingungen angewendet. Das Pfefferkorn-Gerät besteht aus einer Fallscheibe mit Führungsstange und einer Masse von 1,2 kg, die aus einer Höhe von 18,5 cm auf einen Massezylinder herunterfällt. Dank dieser Festlegung wird bei jedem Stauchvorgang der Masseprobe eine konstante mechanische Energie zugeführt (Masse x Höhe). Der plastische Massezylinder hat einen Durchmesser von 33 mm und eine Höhe von 40 mm. Er wird vorzugsweise mit Hilfe einer Labor-Vakuumpresse hergestellt, da nur auf diese Weise gleichmäßig verdichtete und porenfreie Proben zur Prüfung gelangen. Das Verhältnis von Ausgangshöhe zu Endhöhe der gestauchten Probe bezeichnet man als Deformationsverhältnis nach Pfefferkorn. Je größer dieser Wert ist, umso weicher ist die Masse. Das Verfahren wird in Kombination mit der Bestimmung des Wassergehaltes oft als betriebliche Kontrollmethode bei der Verarbeitung plastischer Massen angewendet. Wenn man das Deformationsverhältnis in Abhängigkeit vom Wassergehalt grafisch darstellt, erhält man Aussagen darüber, wie stark sich Feuchteschwankungen auf die Konsistenz der Masse auswirken. Führen geringe Feuchteänderungen zu großen Änderungen des Deformationsverhältnisses, spricht man von „kurzen“ Massen, deren Verarbeitung in der Produktion schwieriger ist im Vergleich zu „langen“ Massen.
Bestimmung des Anmachwasserbedarfs im Keramikinstitut