Emissionshandel

Beschreibung

Als Emissionshandel bezeichnet man den Handel mit Rechten zum Ausstoß von Treibhausgasemissionen. Treibhausgasemissionen entstehen durch z.B. CO2, Methan oder N2O.

Verschiedene Emittenten von Treibhausgasen sind durch die Regelungen der EU (EU-ETS) verpflichtet am Treibhausgasemissionshandel teilzunehmen, so z.B. große Teile der keramischen Industrie. Die Regelungen der EU wurden durch das Treibhausgasemissionshandelsgesetz (TEHG) sowie deren Rechtsverordnungen in deutsches Recht umgesetzt.

Im Rahmen des nationalen deutschen Klimapaktes wurde am 12.12.2019 außerdem das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) erlassen , welches für eine Bepreisung von Treibhausgasemissionen sorgen soll, die nicht vom TEHG erfasst werden. Dadurch werden Inverkehrbringer von Brenn- und Kraftstoffen ab 1.1.2021 emissionshandelspflichtig.

In Deutschland ist die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHST) beim Umweltbundesamt für alle im Zusammenhang mit dem Emissionshandel auszuführenden nationalen Aufgaben zuständig. Entsprechend der oben genannten Gesetze sind von emissionshandelspflichtigen Unternehmen  zahlreiche Dokumente bei der DEHST einzureichen. Dies sind unter anderem die jährlichen Emissionsberichte und Mitteilungen zum Betrieb, aber auch Dokumente wie sog. Überwachungs- und Methodenpläne oder Zuteilungsanträge. Einige dieser Dokumente müssen vor der Einreichung bei der DEHSt von einer unabhängigen akkreditierten Prüfstelle verifiziert (geprüft) werden. Das Keramikinstitut bietet damit verbundene Dienstleistungen an.