Oxidationsbeständigkeit

Beschreibung

Oxidationsbeständigkeit

Oxidationsbeständigkeit ist das Widerstandsverhalten von Stoffen gegen den Angriff von Sauerstoff bei höheren Temperaturen.

Keramik entsteht aus einem anorganischen Pulver, das in eine bestimmte Form ge­bracht und durch Sintern verfestigt wird. Die meisten traditionellen Keramiken beste­hen bereits aus Oxiden, können also nicht oxidieren. Jedoch ist fast jedes andere nichtoxidische anorga­ni­sche Pulver ebenso für die keramischen Technologien geeignet. Diese sind dann besonders durch die hohen Temperaturen und meist oxidierenden Ofenatmo­sphären beim Sintern gefährdet, eine Verbindung mit Sauerstoff einzugehen.

Einige Werkstoffe werden auch während ihres Gebrauchs oxidierenden Einflüssen ausge­setzt, z.B. in Müllverbrennungsanlagen. Hier kommt es besonders darauf an, bei ihrer Herstellung eine hohe Oxidationsbeständigkeit zu erreichen. Zur Prüfung der Oxidationsbeständigkeit gibt es für bestimmte Werkstoffe (z.B. SiC) standardi­sier­te Messverfahren. Für andere werden im Keramik-Institut gemeinsam mit dem Kunden anwender­orien­tierte Verfahren festgelegt.

Bei der Bestimmung der Oxidationsbeständigkeit handelt es sich immer um verglei­chen­de Untersuchungen.