Hochtemperaturofen

Beschreibung

Hochtemperaturofen

Ein Hochtemperaturofen ist ein Aggregat zur Erzeugung hoher Temperaturen wie sie in der Keramik für den Sinterprozeß grundsätzlich notwendig sind. Die Temperaturen bewegen sich in einem Bereich von ca. 800°C bis 2.200°C, abhängig vom zu sinternden Werkstoff. Man unterscheidet die Öfen unter anderem nach dem Energieträger, wobei es heute vorrangig zwei Varianten gibt:

  1. Elektrisch beheizte Hochtemperaturöfen
  2. Mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beheizte Hochtemperaturöfen

Es gibt Hochtemperaturöfen für den diskontinuierlichen Betrieb (z.B. Muffelofen, gasbeheizter Kammerofen, Hubbodenofen, Gradientenofen, Schnellbrandsimulator, Haubenofen, Rohrofen) und für den kontinuierlichen Betrieb (Tunnelofen, Durchlaufofen, Drehrohrofen).

Im Keramik-Institut vorhandene Hochtemperaturöfen.

Die Zustellung der Öfen erfolgt meist mehrschichtig mit feuerfesten Baustoffen unter dem Gesichtspunkt der thermischen und chemischen Beanspruchung sowie der bestmöglichen Wärmedämmung. Die Fahrweise des Ofens richtet sich immer nach dem Brenngut. Zur Ermittlung der optimalen Brennkurve sind Untersuchungen mittels Dilatometer und Simultan-Thermoanalyse erforderlich.