Dachziegel

Beschreibung

Dachziegel

Dachziegel sind ein grobkeramisches Produkt in flächiger Form und Bestandteil der Dachentwässerung. Man unterscheidet historische unverfalzte (z.B. Mönch- und Nonnenziegel) und moderne Falzziegel (z.B. Flachdachziegel). Im Gegensatz zum Dachstein bestehen Dachziegel aus gebrannten tonigen Massen mit möglichst geringen Zusätzen. Die Farbe wird hauptsächlich durch die eingesetzen Rohstoffe und durch die Brennbedingungen bestimmt. Auf der Oberseite sind die Dachziegel heute meist mit UV-beständigen Engoben oder Glasuren beschichtet, wodurch eine hohe Resistenz gegen Witterungseinflüsse und Sonnenbestrahlung erreicht wird.

Die Gebrauchseigenschaften werden durch bewährte branchentypische Methoden geprüft. Dazu gehören die Frostwiderstandsfähigkeit, die nach der DIN EN 539-2 über eine allseitige Befrostung nach Tränken im Vakuum bestimmt wird, und die Wasserdurchlässigkeitsprüfung nach DIN EN 539-1. Wasserlösliche Salze werden durch Elution oder Percolation nach DIN 51 100 und treibende Einschlüsse durch einen Dampftest nach DIN 105-1ermittelt. Die Schleifverschleißprüfung erfolgt nach Böhme nach DIN 52108 über die Bestimmung des Volumenverlustes oder des Dickenverlustes. Die Feuchtedehnung wird im Tieftemperaturdilatometer und die Haarrisssicherheit im Autoklaven bestimmt. UV-Beständigkeit/Lichtechtheit ermittelt man durch zyklische Belastung mit UV-Strahlung sowie Beregnung und die Klimabeständigkeit gegenüber Feuchte und Temperatur in einer Klimakammer. Die Beständigkeit der Oberflächen gegen kochendes Wasser und Wasserdampf wird mit ein4em Prüfgerät nach DIN ISO 28706-2 gemessen. Die geometrischen Eigenschaften bestimmt man nach DIN EN 1024 und die Biegetragfähigkeit nach DIN EN 538.