Schmelzverhalten

Beschreibung

Schmelzverhalten

Mit dem Oberbegriff à Schmelzverhalten beschreibt man in der Keramik alle temperatur- und zeitbezogenen Abläufe in der Probe im Bereich ihres Schmelzens. Dazu zählen der Sinterbeginn und –verlauf als Funktion der Temperatur (Sinterintervall), der Sintergrad in Abhängigkeit der Temperatur und alle in diesem Temperaturbereich auftretenden Besonderheiten (u.a. Blähen).

Die Charakterisierung des Schmelzverhaltens erfolgt für Glasuren/ Engoben/ Flussmittel und deren Verbindungen in einem Erhitzungsmikroskop. Desweiteren gibt auch eine dilatometrische Messung Aufschluss zu den o.g. Parametern, sie bildet gleichzeitig die Grundlage einer optimierten Brennkurve des Herstellbrandes keramischer Produkte.

Mit der Kenntnis des Schmelzverhaltens von Rohstoffen, Massen und Glasuren lassen sich in der Produktion gezielt gewünschte Endeigenschaften wie der Sintergrad, Schwindungswerte, Brennfarbe u.v.m. einstellen. Bei Glasuren werden erhitzungsmikroskopische Aufnahmen darüber hinaus zur kontinuierlichen Qualitätskontrolle eingesetzt.