Porzellan

Beschreibung

Porzellan

Als Porzellan ist ein dicht gebranntes feinkeramisches Erzeugnis mit einer Wasseraufnahme kleiner 0,1% definiert. Die vornehmliche Brennfarbe ist hell…weiß, hängt aber letztlich von den eingesetzten Rohstoffen und deren Gehalt an färbenden Oxiden ab.

Die mineralogische Zusammensetzung der ungebrannten Porzellanmasse kann im europäischen Raum mit der ungefähren Formel à 50% tonige Substanz, 25% Feldspat und 25% Quarz beschrieben werden. Dabei besteht die Tonkomponente ganz überwiegend aus geschlämmtem Kaolin. Die Feldspatkomponente ist kaliumbetont.

Die Porzellanherstellung umfasst 2 Brände: à den Glühbrand (800…900°C, Scherben unglasiert)  und  à den Glattbrand (>1350°C, Scherben glasiert).

Im gebrannten Zustand besteht der Scherben vornehmlich aus Mullit und Schmelzphase. Je höher gebrannt wird, umso fester ist der Scherben. Klassisches Hartporzellan, welches sich durch einen besonders dünnen und leicht transparenten Scherben auszeichnet, wird bei Temperaturen von 1390…1410°C gebrannt.

Die Dekoration erfolgt als Unterglasurdekoration (i.d.R. Blaumalerei) oder auf der Glasur als Auf- oder Inglasur (Schiebebilder oder/ und Malerei). Auf- und Inglasurdekore benötigen einem weiteren Brand, dem Dekorbrand.

Das Keramik-Institut führt zahlreiche Untersuchungen an Porzellan und anderen keramischen Produkten des gedeckten Tisches (Steingut, Steinzeug) durch.