Erhitzungsmikroskop

Beschreibung

Erhitzungsmikroskop

Die Erhitzungsmikroskopie ist ein thermisches Analysenverfahren, bei dem das Sintern, Erweichen und Schmelzen von Festkörper-Proben bei Erwärmung untersucht wird. Die unter Temperaturanstieg stattfindende Verformung eines definiert geformten Prüfkörpers wird optisch über die Darstellung von Schattenbildern softwareunterstützt aufgezeichnet. Probenhöhen und Flächenverlauf, Benetzungs- und Eckwinkel werden berechnet und können ausgewertet werden. Aufheizraten sind frei wählbar. In der Keramik wird i.d.R. mit der Angabe des Sinterbeginns, Erweichungsbeginns, Halbkugelpunktes und Fließpunktes das Verformungsverhalten des Prüfkörpers beschrieben.

Erhitzungsmikroskopische Untersuchungen finden in der Keramik vorzugsweise Anwendung für die Untersuchung von Glasuren, Engoben, Feldspäten und Flussmitteln aller Art. Die Erhitzungsmikroskopie eignet sich sehr gut zur laufenden Qualitätskontrolle von Glasuren.