UV-Beständigkeit

Beschreibung

UV-Beständigkeit

Die Prüfung glasierter Baukeramik auf UV-Beständigkeit / Lichtechtheit (an Dachziegeln, Klinkern, Vor- und Hintermauerziegeln, Pflasterziegeln und Pflasterklinkern) erfolgt durch Belastung mit UV-Strahlung und Beregnung.

Bei dieser Prüfung wird der Probekörper periodisch abwechselnd mit UV- Strahlung bei Temperaturen bis 60°C und Beregnung mit entionisiertem Wasser belastet. Die UV-Strahlung setzt sich aus UVA-Strahlung (315-380 nm) und UVB-Strahlung (280-315 nm) zusammen. Dabei entspricht die Strahlungsleistung mit 135 W/m² der jahresdurchschnittlichen Leistung über Deutschland. Auf Kundenwunsch kann die Beregnung auch mit anderen Wasserqualitäten („saurer Regen“ oder Wasser mit entsprechenden Härtegraden) erfolgen. Die Zeiten für UV-Strahlung und Beregnung lassen sich variabel einstellen.

In der abschließenden visuellen Prüfung lassen sich Auslösungen und Veränderungen infolge der Wirkungen  von löslichen Salzen erkennen. Des Weiteren ist es möglich, Farbveränderungen mit dem Farbspektrometer MINOLTA-CM 508d zu quantifizieren.

Für keramische Platten und Fliesen existiert eine Vorschrift zur Prüfung der Lichtechtheit gegenüber Farbveränderungen unter Einwirkung von künstlichem Licht (DIN 51094). Dabei findet eine Quecksilberdampflampe mit einer Leistung von etwa 300 – 400 W als UV - Strahlenquelle Anwendung.