treibende Einschlüsse

Beschreibung

treibende Einschlüsse

Als treibenden Einschluss bezeichnet man  Stoffe, die während der Reaktion mit anderen Stoffen (beim Brand / beim Einsatz) neue Produkte mit einem wesentlich höherem Volumen bilden. Diese Neubildungen führen dann zur Materialabsprengung und damit Zerstörung des Grundmaterials. Als treibende Einschlüsse in grobkeramischen Rohstoffen bzw. Produkten gelten z.B. Kalk, Pyrit oder Holzstücke.

In der Ziegelindustrie - speziell bei Klinker und Vormauerziegeln - prüft man den Gehalt an schädlichen treibenden Einschlüssen an gebrannten Produkten mittels eines Dampftestes (Dachziegel, siehe u.a. DIN V 105-100 oder ehemalige DIN 105, Klinkern, Vor- und Hintermauerziegeln, Pflasterziegeln und Pflasterklinkern). Dabei werden Probekörper nach dem Trocknen einer Wasserdampfbehandlung bei ca. 100 °C und Atmosphärendruck ausgesetzt (mindestens 6 h). Danach erfolgt eine visuelle Kontrolle auf Absprengungen.

Analog dazu kann auch eine Heißdampfbehandlung im Autoklav erfolgen.