Schleifverschleißprüfung

Beschreibung

Schleifverschleißprüfung

Die Schleifverschleißprüfung ist ein Verfahren zur Beurteilung des Verhaltens keramischer Materialien beim Verschleiß durch schleifende Beanspruchung (Materialverlust an der Oberfläche; hervorgerufen durch mechanische Ursachen).

Speziell für feuerfeste Produkte gilt die Schleifverschleißprüfung nach Böhme (an Dachziegeln, Klinkern, Vor- und Hintermauerziegeln, Pflasterziegeln und Pflasterklinkern) gemäß DIN 52108. Diese findet ebenfalls bei mineralisch gebundenen Industrieböden und bei Natursteinen Anwendung.

Als Prüfkörper werden Würfel mit quadratischer Prüffläche (50 cm2) verwendet, welche einer konstanten Belastung 294 + 3 N ausgesetzt werden. Bei Verwendung von Norm-Schleifmittel (künstlicher Korund definierter Körnung) werden 16 Prüfperioden mit jeweils 22 Umdrehungen (Drehzahl 30 U/min) absolviert. Dabei erfolgt nach jeder Prüfperiode ein Drehen der Probe um 90° unter Verwendung von  neuem Schleifmittel. Im Ergebnis erfolgt die Bestimmung des Dicken- oder Volumenverlustes (teils auch des Masseverlustes).

Eine weitere Variante der Bestimmung des Schleifverschleißes ist die Bestimmung des Widerstandes gegen Tiefenverschleiß bei als Bodenbelag genutzten unglasierten Fliesen/Platten gemäß DIN EN ISO 10545-6. Dabei erfolgt die Ermittlung des Verschleißwiderstandes durch Messung der Länge der Schleifspur, die mittels rotierender Scheibe bei festgelegten Bedingungen und unter Verwendung eines Schleifmittels auf der Ansichtsfläche erzeugt wird.