Säurebeständigkeit

Beschreibung

Säurebeständigkeit

Die Säurebeständigkeit eines keramischen Produktes (Säurefestigkeit von Rohstoffen wird an zuvor gebrannten Prüfkörpern ermittelt) charakterisiert die Widerstandsfähigkeit gegenüber der Einwirkung saurer Reagenzien. Sie stellt eine wichtige Eigenschaft sowohl bei glasierten als auch unglasierten Steinen (Pflasterklinker), Fliesen und Platten, Kanalisationssteinzeugrohren, Steinzeug- und Porzellanerzeugnissen als auch Sanitär- und Kunstkeramik dar. Auch feuerfeste Produkte werden in Bezug auf Beständigkeit gegenüber Schwefelsäure getestet (DIN EN 993-16).

Die Ermittlung der Säurebeständigkeit / Schadstoffabgabe von Blei und Cadmium aus Porzellanglasuren und Dekoren erfolgt gemäß DIN EN 1388-1 mittels Kaltsäuerung oder Heißextraktion unter Verwendung 4%-iger Essigsäure. Keramische Fliesen und Platten werden gemäß DIN EN ISO 10545-15 geprüft. Des Weiteren werden Fliesen und Platten hinsichtlich ihrer chemischen Beständigkeit mittels DIN EN ISO 10545-13 gegenüber niedrig- und hochkonzentrierten Säuren analysiert. Pflasterklinker werden gemäß DIN EN 1344 Anhang G bezüglich ihrer Säurebeständigkeit charakterisiert. Für Kanalklinker gilt DIN 4051. Um die Säurebeständigkeit von Kanalisationssteinzeug oder Rohstoffen zu bestimmen, findet DIN 51102-1 Anwendung (Prüfung an stückigem Gut).