Autoklav

Beschreibung

Autoklav

Ein Autoklav ist ein dampf- und gasdicht verschließbares Gefäß, bei dem sich der Betriebsdruck infolge des Verhaltens des Füllmediums bei Erwärmung einstellt. Er wird für die thermische Behandlung von Materialien im Überdruckbereich eingesetzt und arbeitet im Chargenbetrieb. Die Dampferzeugung basiert meist auf Verwendung von Wasser. Für die Autoklavbehandlung im Labormaßstab verwendet man Autoklaven mit einem Volumen von wenigen Millilitern bis hin zu mehreren Litern.

In der keramischen Industrie werden Autoklaven für die Prüfung von z.B. Fliesen und Platten sowie Dachziegeln auf Glasurrissbeständigkeit eingesetzt. Der Autoklavprozess simuliert in diesem Fall die Quellung des Scherbens infolge der Feuchtedehnung. Die Bestimmung der Feuchtedehnung erfolgt durch anschließende Messung am Dilatometer.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Fuchsindruckprüfung von Porzellan. Der im Keramikinstitut vorhandene Autoklav DN 500 hat ein Volumen von 110 l und eine maximale Prüftemperatur von 250 °C / 45 bar.