Anschliffpräparation

Beschreibung

Anschliffpräparation

Die Anschliffpräparation dient zur Sichtbarmachung der Mikrostruktur von Werkstoffen verschiedenster Art. Die Proben werden zunächst formatisiert (Brechen oder Sägen) und wahlweise mit speziellen organischen Einbettmitteln (Harze) in Schliffringen fixiert, Mit Hilfe eines manuellen oder maschinellen Schleifprozesses  - abgestimmt auf den Werkstoff - erfolgt mit Schleifmitteln wie SiC, Korund oder Diamant (als loses Korn) oder Schleifkörpern (als gebundenes Korn) unter Verwendung immer feinerer Körnungen die Anschliffherstellung. Die Präparation endet mit einer Politur des Schliffes auf speziellen  Poliertüchern unter Verwendung von Poliermitteln (z.b. Diamantsuspensionen oder Suspensionen die Aluminiumoxid oder Siliziumdioxid enthalten u.a.m.).

Bei keramischen Proben schließt sich noch ein Ätzprozess an, um Phasen im Werkstoff besser sichtbar zu machen. Dieses Ätzen kann chemisch (unter Verwendung bestimmter Säuren und Laugen) aber auch thermisch (bei Temperaturen von ca. 100 150 °C unterhalb der für den Werkstoff typischen Sintertemperatur) erfolgen.

Die weitere Untersuchung erfolgt dann mikroskopisch  unter dem Lichtmikroskop oder mittels Rasterelektronenmikroskop. So z.B. kann unter Verwendung rasterelektronen-mikroskopischer Aufnahmen die mittlere Körngröße nach DIN EN 623-3 (Bestimmung der mittleren Schnittlinienlänge) in Keramiken ermittelt werden.