Granalienfestigkeit

Beschreibung

Granalienfestigkeit

Die Granalienfestigkeit wird prinzipiell als Druckfestigkeit gemessen, vorzugsweise an Granulaten, die mittels Sprühtrocknung hergestellt sind. Die Sprühgranalien haben eine annähernd kugelförmige Gestalt, sodass eine Berechnung möglich ist im Unterschied zu irregulär geformten Siebgranulaten oder Aufbaugranulaten. Die Messgeräte zur Bestimmung der Granalienfestigkeit sind Druckfestigkeitsprüfanlagen mit einem sehr empfindlichen Kraftsensor. Es werden einzelne Granalien mit Durchmessern von ca. 0,2 mm bis ca. 1 mm auf den Prüftisch gelegt und mit einem Stempel bis zum Bruch belastet. Aus Bruchkraft und dem größten Querschnitt kann eine der Druckfestigkeit adäquate Größe in MPa (bzw. N/mm2) berechnet werden. Ihre Größe ist sehr wichtig zur Bewertung des Pressverhaltens von Granulaten beim Trockenpressen bzw. isostatischen Pressen. Weisen Granalien eine zu hohe Festigkeit auf, so werden sie beim Pressen unzureichend zerstört und im Pressling befinden sich dann noch Reststrukturen von Granalien, die beim Brand des Formlings zu Rissen und anderen Gefügefehlern führen können.